Ab sofort: ohne Facebook

klischeehaftes Foto aus den Niederlanden

ein (fast) klischeehaftes Foto

Mein letztes Posting auf Facebook ist nun mittlerweile fast ein halbes Jahr alt: ein Foto vom 25. August 2016 aus Terheijden (NL), natürlich mit Windmühle und so. Eigentlich auch nicht so wichtig.

Seitdem ist es ruhig geworden. Ich habe mich etwas intensiver mit den Nutzungsbedingungen von Facebook (hier kommentiert) beschäftigt und feststellen müssen, dass sie für mich einfach nicht mehr tragbar sind. Mit dem Datensammeln und Nachvollziehen aller meiner Aktivitäten bei Facebook kann ich nicht einverstanden sein. Also habe ich mich vorerst zurückgezogen und die Nutzung eingestellt.

Was ist seitdem passiert? Es ist ruhiger geworden! Aber ohne dass ich den Kontakt zu den mir wichtigen Freunden und Bekannten verloren hätte. Die Geburtstagsgrüße aus meiner Timeline habe ich wie immer auch per Messenger, SMS, Anruf und mit Handschlag entgegennehmen können. Wirklich vermissen musste ich also bislang nichts!

Warum auch? Es gibt genug andere Wege für eine erfolgreiche (und moderne) Kommunikation. Neben den „althergebrachten“ sind das für mich vor allem diverse Messenger wie Threema, sowie auf bestimmte Medien bezogene Dienste wie Pinterest und EyeEm (derzeit auch noch Instagram).

Facebook habe ich sehr oft als ungenau und oberflächlich wahrnehmen müssen. Es wird jede Meinung zunehmend unüberlegt veröffentlicht. Die Folgen sind bekannt: Jeder, egal ob kompetent oder nicht, kann sich zu allem äußern und die Beiträge samt Kommentaren sind in der Regel unvergänglich. Für das völlige Verbiegen der Kommunikation sorgt zusätzlich noch der Facebook-Algorithmus, der die Beiträge für jeden Nutzer so filtert, dass der gar nicht alle eigentlich für ihn bestimmten Beiträge sieht.

Das Reagieren bzw. Nichtreagieren von Behörden und Facebook auf bestimmte Inhalte ist für mich persönlich nicht mehr nachzuvollziehen. Während nahezu harmlose Nutzer (mehrmals) gesperrt werden, bleiben in meinen Augen unsägliche Beiträge unbegrenzt öffentlich.

Das alles ist für mich vorbei! Ich spare ab sofort jede Menge Zeit, die ich nun sinnvoller nutzen kann. Und Nerven spare ich auch: ich muss nicht mehr jeden wie auch immer in meine Timeline geratenen Beitrag lesen.

Auf eine Alternative zu Facebook möchte ich zum Schluss doch noch hinweisen: diaspora* wirbt als Gegenentwurf mit Privatsphäre und Freiheit. Ich teste diaspora* inzwischen. Ob ich es intensiver nutzen werde, weiß ich noch nicht …

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5 Kommentare zu “Ab sofort: ohne Facebook

  1. Ich bin vor einiger Zeit aus Facebook ausgetreten, weil ich wie du nicht mit den Nutzungsbedingungen einverstanden bin und auch nicht derart transparent sein möchte. Außerdem haben mich die Postings und Kommentare vieler Nutzer zum Schluss derart aufgeregt, dass ich mich dem nicht mehr aussetzen wollte. Mir fehlt FB auch überhaupt nicht, im Gegenteil, ohne ist das Leben entspannter und ich habe auch mehr Zeit.

  2. Ja, mit Facebook und Co. Ist so eine Sache, bin schon eine lange Zeit von Facebook weg, Abmeldung/Löschung war zu dieser Zeit kein Problem. Dies sind so Dinge, die ich nicht mehr haben muss.
    Ciao
    Sibylle

    • Danke für Deinen Kommentar!
      Ich nutze jetzt intensiver Diaspora (mein Profil) und bin wirklich ganz glücklich damit. Die Inhalte sind bisher wirklich gehaltvoller. Die Rechte für die geteilten Beiträge samt Medien bleiben beim Benutzer. Auch mit dem Datenschutz und der Anonymität (wenn man möchte) gibt es keine Probleme.

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