Immer wieder mittwochs #4

Vielen Dank für das positive Feedback zum Blogposting der letzten Woche! Per E-Mail und auch hier in den Kommentaren wurden Fragen nach Fotos von meinem neuen Feuerkorb gestellt. Mein Exemplar ist eine Art Prototyp, an dem noch einiges zu verbessern ist. Deshalb mein Vorschlag: ich poste zu gegebener Zeit ein Foto vom Nachfolger, ok? Inzwischen könnte ich aber mit Bildern von Bratwürsten dienen. Nein? Na gut, dann nicht …

Mit Bratwurst scheine ich ja auch so ziemlich out zu sein. Egal, welchen TV-Sender man einschaltet, irgendwann erreicht es einen: das Thema vegane Ernährung. Eigentlich ist veganes Essen richtig interessant aber wenn ich immer und immer wieder dieselben Leute, z.B. Herrn Attila Hildmann, gezeigt bekomme, nervt es. Man könnte fast den Eindruck bekommen, dass da ein billiges Sponsoring dahinter steht.
Die Ernsthaftigkeit mancher Beiträge lässt sowieso ziemlich zu wünschen übrig: Im ARD-Morgenmagazin trifft der Reporter im Supermarkt Herrn Hildmann und es wird der Griff in die Kiste mit den riesigen roten Paprika gezeigt. Und mit diesem herausgeputzten Gemüse hantiert Herr Hildmann Sekunden später im Interview in seiner Küche. Ja, genau das Gemüse, das durch Massenproduktion unter Folie mit Billigarbeitskräften den heimischen Landwirt in die Knie zwingt. Gut, hierzulande baut jetzt kein Landwirt im Winter Paprika an. Aber es gibt vernünftige Produzenten, die ohne Riesensubventionen mit ihren Leuten wohlschmeckenden Paprika anbauen und verkaufen.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass unsere Medien immer schlechter recherchieren und ihre Beiträge auch immer schlechter vorbereiten. Oder bin ich der einzige, der immer wieder Herrn Hildmann in unrealistischen Situationen mit superglänzendenden Produkten sieht? Bei mir jedenfalls kippt der beabsichtigte Marketingeffekt ins Negative! Gesund ernähen: sehr gern, aber bitte ohne nervige Werbung. Die sollte man durch Berichte über eigene positive Erfahrungen ersetzen.

|Gelesen| Blogs, z.B. über das Damensalonorchester Bonbonniere
|Geschoben| erst Schnee und später Möbel
|Geschult| Manager und Ausbildungsleiter
|Gekocht| Gemüsebolognese
|Gelernt| Neues über Theatertherapie
|Gekostet| neue Kaffeesorten (wunderbar!)
|Gefreut| über den wirklich guten Service vom Fachmann
|Gelaufen| bei Wind und Wetter, meist mit Hunden
|Getrocknet| nasse, schmuddelige Hunde
|Geschlafen| viel zu wenig
|Getrieben| auch Sport
|Geschmunzelt| über Kater Brutus und seinen Freund Idefix (siehe unten)

Schönes Wochenende!

Brutus und Idefix, Marketing, Internet, Meiningen

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12 Kommentare zu “Immer wieder mittwochs #4

  1. Das stimmt, Attila Hildmann ist wirklich eine Art Galionsfigur der veganen Ernährung, zumindest in Deutschland. Als veganer Vorzeige-Sportler ist hier höchstens noch Patrick Baboumian bekannt, aber das war’s dann auch schon. In den USA gibt es etwas mehr Auswahl für TV-Sender und Zeitschriften, die eine Geschichte über veganes Essen und evtl. Sportler machen möchten (Rich Roll, Matt Ruscigno, Rip Esselstyn, Brendan Brazier, …). Da wir hier einfach „nur“ Herrn Hildmann haben, der auch einen gewissen Bekanntheitsgrad genießt, ist er auch entsprechend oft in den Medien vertreten.
    Glaub mir, was du in einem solchen Beitrag zu sehen bekommst, ist in den seltensten Fällen „echt“. Bevor im Supermarkt gedreht wird, wird dieser natürlich PR-mäßig auf Vordermann gebracht. Da hat keine Paprika eine dunkle Stelle und keine Tomate eine matschige Seite. Das gilt aber nicht nur für die Gemüse-Abteilung – wird ein Beitrag über Fleisch gemacht, liegt auch dann in der Theke nur die perfekt geschnittene und ausgeleuchtete Ware. Wäre das nicht so, könnte man denken, dass es in jedem Supermarkt dieser Kette weniger schöne Lebensmittel zu kaufen gibt. In Kochsendungen werden Lebensmittel präsentiert, die schöner sind, als die, die wir bei Lidl finden, einfach weil sie im Voraus (womöglich vom Sponsor) ausgesucht wurden. Das ist einfach PR und zieht sich durch alle Branchen, nicht nur durch die Lebensmittelindustrie. Wahrscheinlich fällt es dir beim Gemüse so stark auf, weil das Thema vegane Ernährung gerade einen Medienhype erlebt (der, wie ich finde, dem Thema nicht in jedem Fall unbedingt gut tut).
    Wenn du einen Bericht über eigene positive Erfahrungen magst, sehr gerne! Ich ernähre mich seit einem Jahr vegan und habe den Schritt nicht bereut. Ich habe weniger Muskelkater nach dem Sport, erhole mich deutlich besser und schneller. Meinem Magen geht es super, Probleme, die ich viele Jahre hatte, sind einfach weg. Ich hatte in dem ganzen Jahr keine einzige Erkältung, obwohl ich eigentlich recht kränklich bin. Mein Gewicht hat sich von alleine reduziert und das, obwohl ich mich beim Essen nicht zurück nehme. Ich fühle mich ausgeglichener und wacher. Wenn man sich bei vielen Produkten überlegt, ob man sie essen mag, wird man automatisch ein kritischerer Konsument und trifft bewusstere Entscheidungen, auch, wenn es nicht ums Essen geht. Sicher sind nicht alle diese Entwicklungen direkt auf die Ernährung zurück zu führen. Die Umstellung hat in meinem Leben jedoch viele positive Wendungen veranlasst, die ich nicht mehr missen möchte.

    LG
    Martina

  2. Mein „Denkanstoß“ zum Thema veganer Ernährung: vor paar Jahren empörten wir uns über billigen Analogkäse auf der Fertigpizza. Heute ist der Analogkäse ein teures Premiumprodukt für die Veganer 🙂 .
    Meine Meinung nach sollte sich jeder so ernähren, wie es ihm bekommt, was ich nur kritisch sehe: kein Naturvolk ernährt sich (meines Wissens nach) vegan. Bei den australischen Ureinwohnern heißt der Wellensittich „gutes Essen“. Nicht witzig für den Sittich, aber ein gutes Beispiel, daß für Menschen, die rein ihren Instinken und Erfahrungen folgen, selbst so ein Minihäppchen Fleisch wichtig ist.
    Nächster Punkt: ich habe mich gerade mit dem Thema Aminosäuren und ihre Auswirkungen aufs Gehirn beschäftigt. Gewisse Botenstoffe kann der Körper nur durch tierisches Eiweiß herstellen. Meine erste Überlegung „aha, deshalb sind meistens die Fleischfresser bei Internetdiskussionen entspannter“ ist zwar bißchen verallgemeinernd, aber ich mache mir ernsthaft Sorgen, wie das derzeitige „Großexperiment“ Veganismus in 5 bis 10 Jahren ausgeht. Frauen sind in punkto Serotoninspiegel empfindlicher als Männer (daher auch häufiger betroffen bei psychischen Erkrankungen) und sind häufiger Vegetarier/Veganer. Ob natürlich in ein paar Jahren die steigende Anzahl von Depressionen mit der Ernährung in Zusammenhang gebracht wird..?
    Im BR-Fernsehen hatten sie vor paar Tagen eine Ärztin der Uniklinik im Interview, die schon Leute mit Mangelerscheinungen behandelt. Aber diese Patienten schreiben halt kein Buch.

  3. Kaffeesorten probiert? Welche denn? Gibt es einen Favoriten allgemein? Ich frage nur, da ich immer auf der Suche nach dem besten Kaffee bin… Veganes Essen ist nun nicht so meines, ich wäre dann eher für die Bratwurst zu haben. Noch lieber sind mir Spaghetti. Am liebsten mit meiner Spezialsauce mit Speck. Dazu ein Glas Rotwein. Danach ein guter Kaffee – womit sich der Fuchs in den Schwanz beisst.

    • Ich habe in Erfurt eine kleine aber feine Rösterei entdeckt: Kaffeeland Erfurt. Hier gibt es eine Hausmischung Café del Mundo: nur zu empfehlen! Die zweite Sorte, die ich probiert habe, war Kolumbien Supremo, die mir persönlich allerdings zu viel Säure enthält. Die Rösterei liefert ihren Kaffee bundesweit. Also: probieren!

      LG aus Thüringen
      Stefan

      P.S.: Aber im normalen Alltag tut’s auch der „normale“ Kaffe von der Stange: ein Lavazza Café Crema …

      • Lavazza (den goldenen) habe ich grad in Gebrauch. Leider bin ich auf meiner Insel ausserhalb von bundesweit. Aber ich muss mich hier mal umschauen (oder mal eine Kaffeefahrt machen 😉 )

      • Von meinen früheren Besuchen bei den Eidgenossen kenne ich noch deren Haltung zum „großen Kanton“. Insofern würde ich zu einer entsprechend großzügigeren Auslegung des Begriffes „bundesweit“ tendieren oder auch im Ernstfall persönlich für den Versand der Kaffeeprobe sorgen!
        Übrigens habe ich soeben nochmal beim Kaffeeland nachgesehen und keine Lieferbeschränkungen entdecken können.

      • Ich weiss nicht, wie generell die Haltung ist, aber ich mag Deutschland sehr – kulturell und vor allem literarisch schaue ich immer neidisch gen Norden.

      • Das freut mich sehr!
        Ich möchte die Haltung bestimmt auch nicht allen Schweizern unterstellen! Ich habe sie als junger Ingenieur zweimal auf so eindrucksvolle Weise zur Kenntnis nehmen dürfen, dass sie sich wohl ziemlich eingebrannt hat.

  4. Falls die „Insel“ die Schweiz sein sollte – da verweigern viele Händler, weil sie sich nicht mit der Verzollung rumärgern wollen. Für Schweizer in Grenznähe gibt es Anbieter, die die Pakete in D zwischenlagern und der Empfänger kümmert sich dann selber um den Zoll. So klappt´s auch mit dem Kaffee 😉 .

  5. Pingback: Die Zauberin aus E | Herrn Bilders Blog

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